Medienzentrum Parabol e.V.
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Dieter Baacke-Preis für das Projekt "LEONAU.TV"

Preis in der Kategorie "Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter"

"Das WEB-TV für st.LEOnhard & schweiNAU"

Im Rahmen eines Festakts in der Kunsthalle Bielefeld fand am Wochenende die Verleihung des Dieter Baacke-Preises 2010 statt.
Mit dem Dieter Baacke-Preis zeichnet die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte aus, die in der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit entstanden sind.

Das Nürnberger Medienzentrum PARABOL freut sich sehr über den mit 2.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter“ für das Projekt "LEONAU.TV – Das Web-TV für st. LEOnhard & schweiNAU". LEONAU.TV ist eingebunden in das Stadtteilprojekt „Netzwerk FUNKtionierende Stadtteilöffentlichkeit“, eine Kooperation zwischen dem Medienzentrum PARABOL, dem Stadtteilverein St.Leonhard/Schweinau, der SOS-Jugendhilfen, dem Quartiersmanagement St. Leonhard/Schweinau und dem Amt für Wohnen und Stadtentwicklung und finanziert durch das Programm „Kooperationen – Pilotprojekte für die Stadtgesellschaft“, das Projekte in Stadterneuerungsgebieten fördert. Im ersten Projektjahr konnten durch die gute Zusammenarbeit bereits über 50 Clips mit den zwei Jugendeinrichtungen und Schulen im Stadtteil produziert und auf www.leonau.tv (inzwischen nicht mehr existent) präsentiert werden.
Überreicht wurde der Dieter Baacke-Preis von Jurymitglied Günther Anfang (MZM/JFF, München) und dem GMK-Vorsitzenden Prof. Dr. Norbert Neuß.

Klaus Lutz, Pädagogischer Leiter des Medienzentrums PARABOL, und Katharina Rau, Projektkoordinatorin von LEONAU.TV, die in Bielefeld die Auszeichnung entgegen nahmen, zeigten sich stolz, die hohe Anerkennung für Medienpädagogik in Deutschland nach Nürnberg und in den Stadtteil St.Leonhard-Schweinau zu holen.

Laudatio zum Projekt LEONAU.TV


LEONAU.TV ist ein Kommunikations- und Videoportal von Jugendlichen im Stadtteil St. Leonhard-Schweinau in Nürnberg. In kurzen Videoclips zeigen Jugendliche was sie beschäftigt, was sie stört und was sie gut finden. Die Möglichkeit sich nach außen darzustellen schafft neue Kommunikationswege mit und unter den Bewohnern in St. Leonhard-Schweinau und fördert die Identifikation mit dem Stadtteil. Mit Hilfe des Portals, das in Form einer elektronischen Stadtteilzeitung gestaltet ist, wird die Vernetzung im Stadtteil angeregt und gefördert. Dadurch eröffnen sich neue Wege der Kommunikation und Partizipation im Stadtteil, die bisher nicht möglich waren.

In der LEONAU.TV-Redaktion werden die Jugendlichen dazu angeleitet das Portal eigenverantwortlich zu pflegen und ihre eigenen Themen aus dem Stadtteil zu finden. Die mediale und personelle Betreuung erfolgt über das Projektteam im Medienzentrum Parabol. Für Jugendeinrichtungen im Stadtteil besteht die Möglichkeit kostenlos Technik für die eigene Produktion von LEONAU.TV-Clips zu leihen. Außerdem kooperiert das Medienzentrum Parabol mit zwei Hauptschulen und verschiedenen Jugendeinrichtungen im Stadtteil. So werden zum Beispiel Projektvormittage mit Schulklassen durchgeführt, bei denen drei bis vier Clips in Kleingruppen parallel erstellt und hochgeladen werden.

Die Jury überzeugte das Projekt vor allem deshalb, da hier auf der Grundlage aktiver Medienarbeit neue Beteiligungsformen für Jugendliche erprobt werden. Mit der Schaffung eines Web-TVs für den Stadtteil wird die Kommunikation und Vernetzung im Stadtteil verbessert und die Medienkompetenz von Jugendlichen gefördert. Und dies im besten Sinne der Definition von Medienkompetenz durch Dieter Baacke. Denn sie erfolgt auf allen vier Dimensionen. Sie umfasst Medienkritik, da die Jugendlichen sich kritisch und analytisch mit der Wirkung von Medien auseinandersetzen, sie umfasst Medienkunde, da die Jugendlichen sich eine ganze Menge Wissen über die Medien aneignen, sie umfasst die Dimension der Mediennutzung, da sie Medien aktiv nutzen und sie umfasst die Dimension der Mediengestaltung, da die Jugendlichen sich kreativ ästhetisch mit Medien beschäftigen. Somit erfahren die Jugendlichen im Rahmen des Projektes durch handelndes Lernen, was es heißt, Medien für ihre Interessen und Bedürfnisse zu nutzen. Sie sind aktiv am gesellschaftlichen und politischen Geschehen beteiligt und tragen dazu bei, die Vernetzung im Stadtteil voranzutreiben. Die Jury überreicht Leonau.TV den Preis für Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter vor allem deshalb, da hier modellhaft und innovativ die Zusammenarbeit im Stadtteil angeregt und gefördert wird. Wir gratulieren für ein äußerst spannendes und gelungenes Partizipationsprojekt, das nicht nur in der Kategorie Netzwerkcharakter, sondern auch als hervorragendes Projekt mit Jugendlichen punktete. Herzlichen Glückwunsch.

(Günther Anfang, Mitglied der Jury, Medienzentrum München/ JFF)

Katharina Hierl (07.04.2017)

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