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Sonderpreise


  • Dokumentarfilmpreis: Die Medienwerkstatt Franken e.V. stiftete den „Preis der Medienwerkstatt“ für den besten Dokumentarfilm mit einem sozialen, politischen oder kulturellen Thema. Im Zentrum der Dokumentation sollte eine Form der Menschendarstellung stehen, die den Betroffenen nicht zum Objekt degradiert, sondern ihn ernst nimmt und Partei ergreift.

  • Kinderfilmpreis: Einen Kinderfilmpreis für Kindergruppen und Filmemacher/innen, die nicht älter als 14 Jahre sind, stiftete Norbert Göbel.

  • First Cut: Erstmals wurde ein „Newcomerpreis“ für die Gruppe der Filmemacher/innen bis 18 Jahre vergeben.
    Den Preis stiftete das Jugendamt der Stadt Nürnberg.

  • Franken-TV Kurzfilmpreis:
    Ebenfalls neu in diesem Jahr war der Kurzfilmpreis. In der Kürze liegt die Würze. FrankenTV und RTL Franken Life TV stifteten einen Preis für den besten Kurzfilm mit einer Länge von maximal drei Minuten.


  • Kinderfilmpreis

    "Mord in der Villa"



    Szenenbild aus Mord in der Villa ©Kinderland Erlangen
    Die Leiche liegt auf dem Boden. Polizisten stehen drumherum ©Kinderland Erlangen
    Die Filmemacherinnen von Mord in der Villa auf der Bühne des Rio Kinos ©Medienzentrum Parabol

    Kinderland Erlangen 2004, 7 Min., DV.

    In einer Villa wird die Leiche des Hausherrn gefunden. Die trotteligen Kommissarinnen Müller und Maier verdächtigen zunächst das Hausmädchen. Polizist Schulz gibt jedoch nicht auf, bis die wahren Mörder gestellt sind.

    Jurybegründung:
    Der Film macht deutlich, wie genau Kinder die Erwachsenenwelt beobachten. Nicht nur das: Sie sind auch in der Lage, sich mit Witz und Ironie über uns Erwachsene lustig zu machen. Der Gruppe ist eine unterhaltsame Persiflage auf das Genre Kriminalfilm gelungen.
    Die drei Hauptdarsteller des Films - die beiden Kommissarinnen und der Polizist Schulz - spielen mit erfrischendem Charme ihre Rollen. Die kurze Kriminalkomödie steckt voller hintergründigem Humor. Da wird einer Leiche mit einer Stichverletzung im Rücken unterstellt, sich selbst umgebracht zu haben. Die Kommissarinnen spielen lieber Schach als sich ihren Ermittlungen zu widmen und der nächstbeste Verdächtige wird als Schuldiger ins Gefängnis geworfen. Nur dem aufmerksamen Polizisten Schulz ist es zu verdanken, dass zum Schluss doch die wahren Täter hinter Gitter gebracht werden. Aber wie so oft im Leben wird ihm der Ruhm für die Lösung des Falles nicht zu teil, sondern die beiden Kommissarinnen nehmen die Lorbeeren wieder einmal für sich in Anspruch.
    Besonders zu loben ist der erstaunliche Wortwitz und die komödiantische Darstellung der Schauspieler. Der Gruppe ist ein schöner und unterhaltsamer Kurzfilm gelungen. Das Zuschauen hat Spaß gemacht und an der einen oder anderen Stelle wurde in der Jury nicht nur geschmunzelt sondern auch laut gelacht.
    Der Kinderfilmpreis des Jahres 2004 geht an „Mord in der Villa“.



    First Cut

    "Different Feelings"



    Drei Mädchen sitzen auf einem Sofa. Ein Mädchen ist traurig, die anderen beiden kümmern sich um sie. ©Kinder- und Jugendhaus MIKADO
    Die Filmemacher/innen des Kinder- und Jugendhaus MIKADO auf der Bühne des Rio Kinos ©Medienzentrum Parabol
    Die Filmemacher/innen des Kinder- und Jugendhaus MIKADO auf der Bühne des Rio Kinos ©Medienzentrum Parabol

    Kinder- und Jugendhaus MIKADO Nürnberg, 6 Min., DV.


    Verwirrung in der eigenen Gefühlswelt. Conny stellt fest, dass sie sich in ein Mädchen verliebt hat. Wie geht sie selbst und wie gehen die anderen im Jugendzentrum wohl damit um?

    Jurybegründung:
    Der in diesem Jahr erstmals vergebene Sonderpreis „First Cut“ möchte Erstlingswerke auszeichnen, die von Filmemachern und Filmemacherinnen erstellt wurden, die nicht älter als 18 Jahre sind und trotz ihrer Unerfahrenheit im Umgang mit dem Medium Video schon eine besondere Qualität aufweisen.
    Die Jury ist der Meinung, diese besondere Qualität besitzt die Produktion „Different Feelings“ des Kinder- und Jugendhauses MIKADO.
    Die Filmgruppe hat sich mit der Themenwahl - Liebe zwischen Mädchen - nicht gerade ein leichtes Thema ausgesucht. Dem Film gelingt es aber, dieses Thema so darzustellen, dass der Zuschauer nicht das Gefühl hat, die Geschichte sei frei erfunden. Vielmehr gewinnt er den Eindruck, so oder so ähnlich könnte sich die Geschichte im Alltag von Jugendlichen zugetragen haben. Der Film ist sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch verbesserungswürdig, aber festzustellen bleibt: Für ein Erstlingswerk ist der Gruppe ein erstaunlich guter Film geglückt. Die Jury würde sich freuen wenn auch im nächsten Jahr wieder ein Film der Gruppe im Programm zu sehen wäre.
    Der Sonderpreis „First Cut“ des Jahres 2004 geht an „Different Feelings“.



    Dokumentarfilmpreis

    „Bleib auf dem Rhythmus“ - Sound Connected II



    Ein Jugendlicher erzählt ©BoFi Productions
    Ein Jugendlicher singt in ein Mikrophon ©BoFi Productions
    Die Preisträger des Dokumentafilmpreises BoFi Productions auf der Bühne ©Medienzentrum Parabol

    BoFi Productions, 31 Min., DV.


    Das Projekt „Sound Connected 2“ gab Anfang 2004 neun talentierten Musikern die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung eine Hip-Hop-CD zu produzieren. Die Dokumentation begleitet die Rapper durch das Projekt.

    Jurybegründung:
    „Hiphop ist nicht nur eine Sache, sondern eine Lebenseinstellung.“ Mit dieser Äußerung eines der Protagonisten beginnt der Dokumentarfilm „Bleib auf dem Rhythmus“. Ein typisches Statement, das schnell dahin gesagt ist, und vorgibt, Tiefe zu haben und dann doch nur an der Oberfläche kratzt?
    Schon lange vor dem Ende des 31-minütigen Dokumentarfilms von Philipp Bornschlegl wird klar: Die jungen Hiphop/Rap-Musiker, die sich phantasievoll Neoman, Sir Defy, Kanack 81 oder Young Tyson nennen, meinen es ernst. Für sie, welch unterschiedlichen Background sie auch immer haben, ist Hiphop eine Lebenseinstellung, eine ganz individuelle.
    Philipp Bornschlegl, der für Kamera, Buch und Regie verantwortlich zeichnet, hat es verstanden, seinen neun Protagonisten den Raum zu geben, den sie brauchen, um nicht nur sich selbst zu inszenieren, sondern auch in die Tiefe zu gehen.
    Der Film ist stringent gegliedert, die Bilder sind meist ästhetisch perfekt komponiert, und die Schauplätze der Interviews sind bewusst gewählt: auf einem Spielplatz in der Fürther Kalbsiedlung, in einer Tiefgarage, über den Dächern Fürths mit Blick auf die Bahngleise, in einer Halfpipe oder im eigenen Zimmer. Nach der Einzelvorstellung der Musiktalente sind die Interviews dialogisch geschnitten. Reizvolle Widersprüche kristallisieren sich dabei heraus, die die Unterschiedlichkeit einer Szene, die der Musikstil eint, noch unterstreicht.
    „Bleib auf dem Rhythmus“ ist eine spannende Dokumentation über neun talentierte Hiphop/Rap-Musiker, deren Lebenswelten, Lebenseinstellungen, Motivationen und Visionen. Eine Dokumentation, die den diesjährigen Dokumentarfilmpreis verdient hat.



    Franken-TV Kurzfilmpreis

    "Rausch durch Milch"



    Ein Auge ©Aggromoshcrewlowerbavariaproductions
    Preisträger des Kurzfilmpreises auf der Bühne des Rio Kinos ©Medienzentrum Parabol


    Aggromoshcrewlowerbavariaproductions, 3 Min., DV.


    Inspiriert durch die traurige Zigeunerballade „Rausch durch Milch“ der Band Flez Orange entstand ein Musikvideo über einen Mann und seine verlorene Liebe.

    Jurybegründung:
    Zum ersten Mal in der 17-jährigen Geschichte des mittelfränkischen Jugendfilmfestivals vergibt Franken TV und RTL Franken Life TV den Preis für den besten Kurzfilm. Neben der Anerkennung durch einen Geldpreis gibt es noch einen Live-Auftritt im Fernsehen dazu und zwar am Dienstag um 18.30 Uhr im Feierabendmagazin von Franken TV.
    Der Preis geht an Thomas Kempe und Simon Mark – beide aus Erlangen – für „Rausch durch Milch“. Die Jury lobt besonders die schöne Bildsprache, den Bildschnitt auf die Musik und die Experimentierfreude. Nur der Titel des Films erschließt sich erst beim Blick in die Erklärung des Programmhefts. Im Namen von Franken TV und RTL Franken Life TV kann ich bereits zusagen, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Kurzfilmpreis für Produktionen bis zu einer Länge von drei Minuten geben wird. Ich freue mich schon auf viele gute Einsendungen.